Zudem seien alle Waldbauziele erreicht worden und der Waldumbau auf Kurs – so lässt sich das abgelaufene Jahr aus Sicht der ÖBf zusammenfassen. Begonnen hat es allerdings mit großer Trockenheit und überdurchschnittlich hohen Temperaturen – Experten rechneten schon mit einem starken Borkenkäferjahr. Doch dann kam der Regen immer wieder rechtzeitig, während andere größere Schadereignisse ausblieben. „Im Ergebnis verzeichnen wir dennoch eine Schadholzmenge von rund 50 Prozent bzw. rund 895.000 Erntefestmetern (Efm). Der überwiegende Anteil resultiert aber noch aus Unwettern des Jahres 2024“, berichtete ÖBf-Vorstand Andreas Gruber. Etwa jeweils ein Drittel der Schadmenge ist auf Borkenkäferbefall bzw. Sturmschäden zurückzuführen (jeweils rund 300.000 Efm) und ein Viertel auf Schneebruch (ca. 230.000 Efm). Damit ist der Schadholzanteil im Vergleich zum Vorjahr (75 %) deutlich zurückgegangen, man liegt aber über jenen Werten, die vor dem Klimawandel typisch waren: 25 bis 30 Prozent.
31 Mio. Euro Waldschadensbilanz
Die Waldschadensbilanz, also die Kosten für Käferprävention und -bekämpfung, Infrastrukturschäden sowie Deckungsbeitragsverlust und Lagerkosten für Schadholz, belief sich 2025 auf 31 Mio. Euro und fiel damit deutlich niedriger aus als im Vorjahr (Rekordwert von 49 Mio. Euro) aus. Dennoch war sie aber rund doppelt so hoch wie historisch üblich.
Steigende Preise, durchschnittliche Erntemenge
Mit den ausbleibenden größeren Schadholzmengen, auch in unseren Nachbarländern, entwickelte sich der Holzmarkt für Waldbewirtschafter günstig. Die Nachfrage nach Sägerundholz war gut, zu Herbstbeginn wurde Rundholz sogar knapp und die Preise entwickelten sich entsprechend nach oben.
Die Holzerntemenge lag bei den ÖBf 2025 bei rund 1,8 Mio. Efm, was im Schnitt der letzten Jahre liegt.
Stetiger Waldumbau
Die ÖBf bereiten sich indes weiter für den Klimawandel vor. Georg Schöppl, ÖBf-Vorstandssprecher: „Die Temperaturen des vergangenen Jahres zählen in Europa zu den höchsten, die jemals gemessen wurden. Wir stellen uns daher auf weitere vom Klimawandel stark beeinflusste Jahre ein und treiben den Umbau hin zu klimafitten Wäldern weiter voran.“ Ziel sind Wälder, die reich an Arten und Struktur sind, der Fichtenanteil soll auf knapp unter 40 Prozent sinken. Letzterer nimmt pro Jahr derzeit um mehr als 1.000 Hektar ab, dafür steigen die Anteile von Tanne, Lärche, Buche und Eiche. Im Hinblick auf klimafittere Wälder und die Naturverjüngung verweist man bei den ÖBf auf die Bedeutung eines ausgeglichenen Wald-Wild-Verhältnisses und freut sich über den zuletzt zurückgegangen Wildverbiss.
Mehr Personal, Digitalisierung und Maschinen
In den vergangenen fünf Jahren wurde der Personalstand, der für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes sorgt, laut ÖBf um knapp zwölf Prozent erhöht. Ebenso wurden Schulungsprogramme und die Digitalisierung der Prozesse ausgebaut. Dazu kommt ein 2024 begonnenes Investitionsprogramm in neue Forstmaschinen in der Höhe von rund 6,5 Mio. Euro bis 2027. Im Fokus stehen hier Seilgeräte, bis zu zwölf will man bis kommendes Jahr haben. Mit ihnen sollen schnelle Holzentnahmen im steileren Gelände ermöglicht werden. „Das alles brauchen wir auf dem Weg zu unserem Jahrhundertprojekt ‘Wald der Zukunft’, an dem wir mit voller Kraft arbeiten. Die Kosten in der Holzernte und Waldpflege sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Umso wichtiger ist auch das aktuelle Preisniveau am Holzmarkt, um diese gestiegenen Kosten abdecken zu können”, betonte Schöppl.
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