Schweinehälften aufgehängt

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Schweinemarkt KW 05/'26: Stetiger Abbau von Überhängen

In den meisten europäischen Ländern werden die Überhänge im Angebot an Schlachtschweinen weiter stetig abgebaut. Dies deutet auf eine Stabilisierung der Marktverhältnisse hin. Teilweise wird es noch ein paar Wochen dauern bis der Angebotsdruck weg ist. Es werden größtenteils unveränderte Preisentwicklungen erwartet.

Der deutsche Handel mit Schlachtschweinen ist weiter durch große Angebotsmengen und Überhänge gekennzeichnet. Von den Schlachtunternehmen werden stetig Mengen angefordert, dadurch können Überhänge abgebaut werden. Preisbewegungen sind aktuell kein großes Thema.

Aus Spanien wird weiter über große Angebotsmengen berichtet, die Schlachtgewichte steigen aber kaum noch. Die Schlachtunternehmen lasten ihre Kapazitäten voll aus, um die hohen Stückzahlen zu verarbeiten. Es wird vermehrt nun günstiges Schweinefleisch für die Grillsaison im Frühling in die Gefrierlager gegeben. Der Schlachtschweinepreis dürfte sich weiter stabilisieren und sollte sich behaupten.

In Italien wird die Marktlage ähnlich wie in der Vorwoche beschrieben. Hohe Schlachtgewicht und Angebotsdruck kennzeichnen die Situation. Auch die europäische Lage mit hoher Versorgung mit Schweinefleisch belastet den Markt. Daher könnte der italienische Schlachtschweinepreis erneut moderat nachgeben.

Ö Markt: Noch kein ausgeglichener Markt

Auch in Österreich zeigt sich derzeit ein ähnliches Bild in der Vermarktung. Die Überschussmengen verringern sich Woche für Woche, sind aber noch nicht von der Bildfläche verschwunden. Aktuell fällt aber, wie um diese Jahreszeit typisch, die Nachfrage nach Schweinefleisch eher ruhig aus. Dennoch gibt es keine Problemartikel, die extrem schlecht zu verkaufen sind. Entsprechend werden im Vergleich zur Vorwoche daher unveränderte Preise fixiert.

Beklagt werden die extremen Rabattschlachten mit ausländischer Ware, wobei mittlerweile Karreerosen aus Spanien mit € 1,97 !! je kg angeboten werden. Damit wird der Ruf der Branche nach einer Herkunftskennzeichnung immer lauter! Sehr erfreulich ist, dass es drei österreichischen Schlachthöfen nach langjähriger Vorbereitungsarbeit gelungen ist, die Zulassung für Schlachtnebenprodukte nach China zu erhalten. Auch wenn diese Märkte derzeit für die Abnehmer noch keinen finanziellen Wurf bedeuten, sind sie essenziell für die gesamtheitliche Vermarktung von Schweinen. Extrem wichtig wäre es auch, die Regionalisierung der Handelsabkommen in Österreich voranzutreiben.

Mastschweine-Basispreis: EUR 1,39 (+/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,72 (+/- 0,00)