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Niederösterreichs Politik zeigt Wirkung

Der Energieversorger EVN kündigt eine Tarifreduktion auf durchschnittlich zehn Cent pro kWh an. Die Landespolitik sieht sich in ihrer Forderung bestätigt.

Die EVN KG senkt ab 1. April die Stromtarife für Bestands- und Neukunden. Der neue „Garant Sonne“-Tarif kostet durchschnittlich etwa zehn Cent netto pro Kilowattstunde (kWh) und enthält einen Rabatt für Umstieg oder Neuabschluss. Für einen Durchschnittshaushalt (3.500 kWh/Jahr) ergibt sich laut EVN eine Ersparnis von rund 190 Euro im Vergleich zum Tarif aus April 2025. Zusätzlich gibt es im Sommer zwischen 10 und 16 Uhr einen „Sonnenfenster“-Rabatt.

Politischer Druck als Auslöser

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht die Senkung als Folge politischer Forderungen: „Die Botschaft ist angekommen: Der Bund hat mit dem Strommarktgesetz jetzt die Grundlage dafür geschaffen. Darum ist es die logische Konsequenz, dass die EVN diese Chance nützt, um die Tarife weiter zu senken. Seit Freitag ist das amtlich. Und das ist auch gut so.“ Sie erwartet dadurch „nicht mehr und nicht weniger als eine deutliche Entlastung für die Niederösterreicher“.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont den Alltagsbezug: „Die Menschen spüren Tag für Tag, dass vieles immer teurer wird. Daher sehe ich es als wichtige Aufgabe, das Leben wieder leichter zu machen – auf diesem Weg ist uns jetzt ein Schritt gelungen. Der neue, billigere Niederösterreich-Tarif der EVN kommt, am Ende zählt, was auf der Rechnung steht – und das muss weniger werden.“

Die EVN nennt als Gründe für die Senkung neue gesetzliche Rahmenbedingungen, Smart-Meter-Rollout und verbesserte IT-Systeme. Ob die Senkung dauerhaft ist, wird sich also erst zeigen.