Wolf Winterlandschaft

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Ringen um den Umgang mit dem Wolf

Eine Novelle des Tiroler Jagdgesetzes soll Erleichterungen bei der Entnahme von Wölfen bringen. Doch auch über den Brenner hinaus bleibt das Großraubtier Thema.

Im kommenden Februar-Landtag soll die Novelle des Jagdgesetzes, die Wolfsentnahmen künftig unbürokratischer und schneller regeln soll, beschlossen werden. LH-Stv. Josef Geisler erklärt, dass die Novelle pünktlich zu Beginn der Almsaison bereits Rechtssicherheit bringen wird.

Bei unmittelbarer Bedrohung von Nutztieren soll der Schuss bei Sicht künftig als rechtfertigender Notstand gelten. Zudem dürfen Grundeigentümer, Almbewirtschafter und Almpersonal mit gültiger Jagdkarte selbst Entnahmen durchführen, die Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten vorausgesetzt. Auch die Zusammenarbeit zwischen Jagd und Landwirtschaft soll intensiviert und jagdliches Fachwissen stärker in die Ausbildung integriert werden.

Wolf im Bezirk Landeck entnommen

Von der Tiroler Landesregierung wurde gemäß den gesetzlichen Vorgaben am Mittwoch, 21. Jänner, eine Abschussverordnung für einen Risikowolf im Bezirk erlassen, welche in der Nacht auf Sonntag von der Jägerschaft erfüllt wurde. „Wiederholte Nachweise in unmittelbarer Siedlungsnähe haben deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht. Mein Dank gilt der örtlichen Jägerschaft für ihr schnelles Handeln“, betont Josef Geisler

Maximal zwei Abschüsse in Südtirol

Laut der Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten" (Ausgabe vom 24.01.2026) hat die staatliche Wildbeobachtungsstelle Italiens ISPRA ein Limit von zwei Wolfsabschüssen in Südtirol festgestellt. Staatsweit dürften 160 Wölfe geschossen werden. Auf das Trentino entfallen fünf Wölfe, die Toskana verzeichnet mit 22 möglichen Abschüssen die höchste Anzahl.

Mit zwei Entnahmen sei die Quote bezüglich des guten Erhaltungszustandes gewahrt. Mehrere Regionen seien unzufrieden mit dieser Regelung. Außerdem basiere die Quote auf der letzten staatsweiten Wolfszählung 2020/2021, erklärt der Direktor des Jagdverbandes Benedikt Terzer. "Die Römer gehen somit von 40 Wölfen in Südtirol aus."

Und auch der Südtiroler Bergbauernsprecher Alberich Hofer erklärte gegenüber der "Dolomiten": "Mit zwei Abschüssen geben wir uns nicht zufrieden."