Wenn im Tiroler Bauernbund die Urwahlen anstehen, geht es um weit mehr als um personelle Weichenstellungen. "Es geht um das Fundament der politischen Bauernvertretung in Tirol – um die Basis, auf der alle weiteren Entscheidungen, Wahlen und Interessenvertretungen aufbauen", machte Bauernbunddirektor Peter Raggl im Rahmen der jüngsten Vorstandsklausur des Bauernbundes eindringlich aufmerksam.
„Die Urwahlen sind die wichtigste Wahl innerhalb unseres Bundes“, betonte Raggl in seinem Referat vor dem Gremium. „Sie entscheiden darüber, wer unsere Anliegen auf Orts- und Gemeindeebene vertritt – und damit darüber, wie stark, geschlossen und glaubwürdig die bäuerliche Stimme auf allen Ebenen wahrgenommen wird.“ Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen in Landwirtschaft, Gesellschaft und Politik komme der bäuerlichen Selbstvertretung eine besondere Bedeutung zu.
Basisdemokratie mit Vorbildwirkung
Der Tiroler Bauernbund setzt seit jeher auf ein basisdemokratisches Wahlsystem, das österreichweit seinesgleichen sucht. In den Urwahlen stehen keine Listen oder vorgefertigten Kandidaturen zur Auswahl. Vielmehr sind es die Mitglieder selbst, die in ihren Familien und Höfen jene Persönlichkeiten benennen, denen sie Vertrauen schenken und die sie als geeignet für Verantwortung und Ausgleich ansehen. „Diese Form der Mitbestimmung stellt sicher, dass unsere Funktionäre fest in der bäuerlichen Realität verankert sind“, so Raggl. In seinem Vortrag im Rahmen der Bauernbundklausur ging der Bauernbunddirektor auch auf die aktuellen Herausforderungen ein. Strukturwandel, wirtschaftlicher Druck, zunehmende Bürokratie und die Mehrfachbelastung vieler bäuerlicher Familien erschweren es, Menschen für ehrenamtliche Funktionen zu gewinnen. „Zeit ist zu einem knappen Gut geworden“, erklärte Raggl. „Umso wertvoller ist jede und jeder, der bereit ist, Verantwortung für den Berufsstand zu übernehmen.“
Chancen für Erneuerung und Zusammenhalt
Gleichzeitig eröffnen die Urwahlen große Chancen. Sie bringen Erneuerung, ermöglichen den Einstieg junger, motivierter Kräfte und fördern den generationenübergreifenden Austausch. Besonders die Einbindung von Jungbäuerinnen, Jungbauern und Frauen sei ein zentrales Anliegen, um die Vielfalt der bäuerlichen Lebens- und Arbeitswelten abzubilden. Dazu wurden auch im Rahmen des Bauernbund-Strukturprozesses erste wichtige Schritte gesetzt.
Zeit ist zu einem knappen Gut geworden. Umso wertvoller ist jede und jeder, der bereit ist, Verantwortung für den Berufsstand zu übernehmen.
Peter Raggl
„Wir alle sind Bauernbund“
Abschließend appellierte Raggl an eine breite Beteiligung: „Wer wählt, der zählt. Die Stärke des Bauernbundes misst sich an der Geschlossenheit seiner Basis.“ Die Urwahlen seien ein klares Bekenntnis zur Selbstverantwortung des Berufsstandes. „Niemand vertritt die Interessen der Tiroler Bäuerinnen und Bauern besser als wir selbst. Deshalb gilt heute mehr denn je: Wir alle sind Bauernbund und nur ein starker Bund ist ein guter Bund.“
Mit den bevorstehenden Urwahlen setze der Tiroler Bauernbund erneut ein starkes Zeichen für gelebte Demokratie, Verantwortung und Zusammenhalt – als unverzichtbare Grundlage für eine wirksame politische Bauernvertretung auf allen Ebenen.
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