Ein Schild mit Rindfleischgerichten mit Preis

Copyright © HelgaQ - stock.adobe.com

Herkunft soll auch in der Gastro gekennzeichnet werden

Der Österreichische Bauernbund erneuert seine Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie. Gäste sollen laut Bauernbund künftig klar erkennen können, woher Fleisch, Milch, Eier und andere sensible Produkte stammen. Nur so könne volle Transparenz am Teller gewährleistet werden. „Die Herkunft muss auf den ersten Blick erkennbar sein. Denn wer im Wirtshaus isst, hat dasselbe Recht auf Information wie beim Einkauf“, betont Bauernbund-Direktorin Corinna Weisl. Es könne nicht sein, dass Gäste etwa ein Wiener Schnitzel bestellen und schließlich Kalbfleisch aus dem Ausland serviert bekommen. „Hier geht es um Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber den Konsumenten“, so Weisl weiter.

Der Bauernbund verweist auf den zunehmenden Druck auf Europas Landwirtschaft durch sinkende Erzeugerpreise, steigende Kosten und wachsenden Importdruck. Herkunftskennzeichnung sei ein zentraler Schlüssel für fairen Wettbewerb und bewusste Kaufentscheidungen. „Wer nach höchsten Standards produziert, muss für die Konsumenten sichtbar und wählbar sein“, sagt Weisl.

Der Bauernbund sieht in einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung nicht nur ein Gebot der Transparenz, sondern auch einen Beitrag zur Stärkung regionaler Wertschöpfung und bäuerlicher Familienbetriebe. Ziel sei eine EU-weite Regelung, bis dahin wird eine nationale Umsetzung in Österreich gefordert.