Die Erwartungen in der Bauwirtschaft in Österreich haben sich gegenüber dem Vormonat wieder eingetrübt. „Skandinavische Schnittholz-Anbieter treten zunehmend aggressiv in ihrer Preisgestaltung auf. Außerdem wurde vor allem Schweden von einem stärkeren Sturmereignis getroffen“, so die LK-Experten.
Rundholz: Wichtige Sortimente im Preisplus
In Österreich wird die Nachfrage nach Nadelsägerundholz aufgrund bestehender Absatzmärkte und des bislang noch unterdurchschnittlichen Angebots dennoch als „ungebrochen rege“ beschrieben. Die Sägewerke seien weiterhin aufnahmefähig und es seien ausreichend Ernte- und Transportkapazitäten vorhanden. „Sofern es keine witterungsbedingten Einschränkungen gibt, werden bereitgestellte Sortimente auch unverzüglich abtransportiert“ informiert die LK.
Die Preise konnten jedenfalls weiter zulegen und für das Leitsortiment Fichte, B, 2b+ können netto zwischen 125 bis 130 Euro je FMO (frei Straße) erzielt werden. Im Österreichmittel lag der Preis Fichte/Tanne (Kl. A, B, C, 2b) im Schnitt bei 127,29 Euro (plus 2,63 Euro gegenüber Vormonat). Kiefer erfreut sich bei Erlösen bis zu 95 Euro je FMO ebenfalls einer starken Nachfrage. Konkret lag Kiefer, Kl. A, B, C, 2a+, im Schnitt bei 88,17 (plus 1,09 Euro). Die Lärche ist „bei sehr attraktiven Preisen eine Baumart, die laufend unproblematisch vermarktet werden kann“, so die Experten.
Am Laubsägerundholzmarkt sollen Eiche und Esche nach wie vor am häufigsten gefragt sein. Dies spiegelt sich auch im Angebot der Wertholzsubmission in Oberösterreich wider. Dabei entfallen 80 Prozent der angebotenen Menge auf Eiche und 13 Prozent auf Esche. „Während bei diesen beiden Baumarten alle Qualitäten zu attraktiven Preisen abgesetzt werden können, sind bei den übrigen nur die besten Qualitäten gefragt“, weiß man bei der LK.
Nadelindustrieholz: Leichte Nachfragebelebung
Ein geringerer Anfall an Sägenebenprodukten aufgrund eines geringeren Einschnitts sowie die Konzentration der Holzernte auf die Endnutzung dämpfen das Angebot an Industrieholz. Aktuell werden in den Werken primär Lagerstände abgebaut. Die LK erkennt eine leichte Nachfragebelebung nach Nadelindustrierundholz, was sich bisher aber nur in Oberösterreich und Salzburg in einem besseren Preis abbilde. Rotbuchenfaserholz und anderes Laubfaserholz werden zu stabilen Preisen eher verhalten nachgefragt.
Energieholz: Kalter Winter erhöht Verbrauch
Die Bevorratung mit Energieholz wird bei den meisten Abnehmern als noch ausreichend beschrieben. Die anhaltend tiefen Temperaturen haben jedoch zu einem rascheren Lagerabbau und einer leicht gestiegenen Nachfrage nach hochwertigem Hackgut bzw. Energieholz geführt. Regional kommt es daher laut LK bereits zu ersten, geringfügigen Preisanhebungen. Energieholz schlechterer Qualität lasse sich weiterhin nur mit Abschlägen vermarkten.
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