Hl. Silvester aus der Klockerwerkstatt

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Mit Silvester ins Jahr 2026

Dr. Heinz Wieser über den Hl. Papst Silvester, Sorgen und Mut sowie die Jubiläen im Neuen Jahr.

Der Hl. Papst Silvester, nach dem der letzte Tag des Jahres benannt ist, lenkte die Kirche von 314 bis 335. Der aus Rom stammende Papst erhielt noch vor der Christenverfolgung des Diokletian die Priesterweihe und lebte einige Jahre im Exil auf dem Berg Soraete bei Rom. Im Jahre 314 wurde er Papst. Es vollzog sich in seiner Amtszeit eine grundlegende Wende von einer den Christen feindlichen zu einer freundlichen Staatspolitik, da nach dem Sieg Konstantins des Großen über Maxentius im Jahre 312 und dem folgenden Mailänder Edikt 313 das Christentum die Freiheit erhielt und zur Staatsreligion geworden ist. Papst Silvester I. ließ über dem Grab des Hl. Petrus eine erste Kirche errichten. Nach seinem Tod wurde Silvester I. in der Priscilla-Katakombe in Rom beigesetzt.

Der Beginn eines neuen Jahres ist der Zeitpunkt, zurück zu schauen, ein Resümee zu ziehen und den eigenen Status quo zu analysieren.

Dr. Heinz Wieser

Mut, Zuversicht und Sorgen

Der Beginn eines neuen Jahres ist der Zeitpunkt, zurück zu schauen, ein Resümee zu ziehen und den eigenen Status quo zu analysieren. Aber auch, in die Zukunft zu blicken und Wege zur Lösung bestehender Probleme aufzuzeigen. Die Menschen blicken mit ganz unterschiedlichen Gefühlen auf das neue Jahr: mit Mut, mit Zuversicht, aber auch mit Sorgen. Viele fürchten um ihren Arbeitsplatz, viele suchen Arbeit. Viele, die wegen Krankheit, Behinderung oder Alter nicht mehr so leistungsfähig sind, sorgen sich um ihre soziale Sicherheit. Mütter und Väter machen sich Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder. Von großer Sorge geprägt sind die Menschen vor allem in der Ukraine und im Heiligen Land. Dort gibt es überall großes menschliches Leid, Zerstörung, Ruinen und viele Tote. Die Kriege arten zur verbrannten Erde aus und lassen alles Menschliche vergessen. Man sieht, wie Unschuldige sterben, wie Geiseln genommen, wie Massaker verübt werden, Krieg ist immer eine Niederlage der Menschheit.

Das bringt 2026

Zum Jahreswechsel blickt man gerne in Zukunft. Und so werfen bereits jetzt u. a. einige Ereignisse ihre Schatten voraus:

Der „Osttiroler Bote“ blickt am 11. Jänner auf das 80-jährige Bestehen zurück, Msgr. Franz Kolb wäre am 12, Jänner 160 Jahre alt geworden, vor 70 Jahren verstarb Kanonikus Michael Gamper (15. April), Hermann Wopfner kam am  21. Mai vor 150 Jahren zur Welt, vor 130 Jahren wurde am 1. Juni in Bozen das Herz-Jesu-Gelöbnis geschlossen, am 5. September wird der Pariser Vertrag 80 Jahre alt,  Franz von Assisi erblickte vor 800 Jahren das Licht der Welt, am 4. November wäre Albin-Egger-Lienz 85 Jahre alt geworden,  Das Jahr 2026 wurde von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr der Bäuerin“ erklärt, um die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft zu würdigen.

Gehen wir mit Mut und Selbstvertrauen in das neue Jahr!