Überprüfung von Kontrollkühen

Copyright © Daniela Köppl

Knapp 130 Kilogramm Mehrleistung

Auch im Prüfjahr 2025 können sich die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung wieder sehen lassen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Kennzahlen.

Nachdem 2024 erstmals die Durchschnittsmilchleistung von 8.000 Kilogramm (kg) pro Kuh und Jahr geknackt wurde, zeigt die Leistungskurve auch 2025 weiter nach oben. Das geht aus den Zahlen der österreichischen Milchleistungsprüfung hervor, welche auf den Datenerhebungen der acht Landeskontrollverbände basieren.

Im Prüfjahr 2025 standen laut Rinderzucht Austria österreichweit 82 Prozent aller Milchkühe unter Leistungs- und Qualitätskontrolle. „Damit stieg der Anteil der geprüften Kühe um 1,3 Prozentpunkte“, teilt man mit. In Summe wurden 438.000 Kontrollkühe in 17.000 Kontrollbetrieben zwischen acht und elf Mal im Jahr von regionalen Leistungsprüfern geprüft.

Der im Vorjahr gestiegenen Kontrolldichte steht ein nach wie vor spürbarer Strukturwandel in der Milchproduktion gegenüber. Die Zahl der teilnehmenden Kontrollbetriebe sank erneut um 420 Betriebe oder rund 2,5 Prozent, die Anzahl der kontrollierten Kühe stieg indes um 2.400 Stück. Die durchschnittliche Herdengröße der Kontrollbetriebe stieg leicht auf knapp 26 Kühe pro Betrieb. Die größten Bestände fanden sich wieder einmal im Burgenland mit 46,2 Tieren, während Tirol mit 13,7 Tieren weiterhin die kleinsten Strukturen aufweist. In absoluten Zahlen bleibt Oberösterreich mit 133.000 Kühen das stärkste Milchviehbundesland, Tirol weist die meisten Betriebe mit insgesamt 4.200 Höfen unter Leistungskontrolle auf. Hinsichtlich Rasseverteilung gab es laut Rinderzucht Austria wenig Verschiebungen. Fleckvieh stellt weiterhin gut drei Viertel der Kontrollkühe, gefolgt von Holstein mit knapp zwölf Prozent und Brown Swiss mit etwa acht Prozent. Die übrigen gut vier Prozent entfielen auf die Rassen Pinzgauer, Grauvieh, Jersey und Original Braunvieh.

Höchste Steigerung in NÖ und Kärnten

Traditionell variieren Durchschnittsleistungen und Kontrolldichte je nach Bundesländern. Die höchsten Kontrollanteile verzeichneten 2025 erneut Tirol und Vorarlberg, gefolgt von Niederösterreich und der Steiermark. Die ermittelte Jahresleistung aller Kontrollkühe, die im Untersuchungszeitraum einen Vollabschluss, also die 305-Tage-Standardlaktation erreichten, stieg heuer um 128 kg Milch und liegt aktuell bei 8.188 kg Milch mit 4,13 Prozent Fett und 3,43 Prozent Eiweiß. In mehreren Bundesländern konnten die durchschnittlichen Milchmengen deutlich gesteigert werden. Die stärksten Zuwächse gab es in den Bundesländern Kärnten und Niederösterreich mit einem Plus von 216 kg im Süden und 201 kg im Osten. Die höchsten Durchschnittsleistungen erzielten erneut die Milchviehherden im Burgenland. Sie erreichten im Mittel 9.462 kg pro Kuh und Jahr.

Die Datenauswertung lässt die Rinderzucht Austria alljährlich von ihrer Tochterfirma ZuchtData durchführen. Dem Dachverband der Rinderzüchter zufolge sei die Bedeutung der Datenerhebung für die Zuchtwertschätzung „unerlässlich“. Nur mit qualitativ erhobenen Leistungsdaten sei man in der Lage, Zuchttiere gezielt nach ihrer genetischen Leistungsveranlagung auszuwählen.

Copyright © BZ/Lichtensteiner